Sieht man den Mond nur nachts?

Sieht man den Mond nur Nachts?

Der Mond und die Sonne bilden die beiden auffälligsten Gestirne am Himmel, die von der Erde aus sichtbar sind. Besonders der Mond wird immer wieder von der Wissenschaft erforscht und so ist er bis heute der einzige Himmelskörper, den die Menschheit neben der Erde noch betreten hat. Doch schon als am 20. Juli 1969 die Apollo 11 mit Neil Armstrong auf dem Mond landete, stellten sich viele die Frage: Sieht man den Mond nur nachts oder ist er auch tagsüber sichtbar? Wir gehen der Sache in den folgenden Zeilen auf den Grund.


Faszination Mond: Sieht man den Mond nur nachts?

Der Mond umkreist als einziger natürlicher Himmelskörper die Erde. Wenn er am Himmel steht, ist er derart auffällig, dass wir ihn von der Erde aus hervorragend sehen können. Zusammen mit der Sonne bildet der Mond deshalb auch die Kalender des Menschen. Im Laufe eines Kalendermonats sehen wir jedoch einmal mehr und einmal weniger seine Tagesseite, sodass sich sein Anblick von der Erde aus ändert. Dies wird als Mondphasen bezeichnet.


Sieht man den Mond nur nachts? – die Mondphasen im Überblick

Um die Frage „Sieht man den Mond nur Nachts?“ konkret beantworten zu können, möchten wir kurz auf die einzelnen Mondphasen eingehen:

1. Neumond:

Der Mond ist nachts unsichtbar, weil der Erde seine Nachtseite zugewandt ist. Lediglich am Taghimmel bekommen wir ihn bei guten Witterungsverhältnissen zu sehen, da er von uns aus gesehen in Richtung Sonne steht.

2. Zunehmende Mondsichel:

Der Mond entfernt sich nach dem Neumond in Richtung Osten von der Sonne weg. Weil er nach der Sonne untergeht, ist in der Abenddämmerung eine Mondsichel am Himmel sichtbar. Aber auch in der Nacht schimmert der Mond noch in einem schwachen, grünlich-grauem Licht .

3. Zunehmender Halbmond / Erstes Viertel:

Der Mond ist an Mittag sichtbar und wir können ihn etwa bis Mitternacht beobachten. Er steht rund 90° von der Sonne entfernt, sodass nur die zweite Nachthälfte mondlos bleibt.
4. Zunehmender Mond:
Von der Sonne aus betrachtet befindet sich der Mond nun weiter entfernt als die Erde. Seine Helligkeit gewinnt zunehmend an Stärke und er ist von nachmittags bis nach Mitternacht sichtbar.

5. Vollmond:

Von der Erde aus kann der Mond nun die ganze Nacht über betrachtet werden. Die gesamte Hälfte des Mondes ist nun der Erde zugewandt und befindet sich im hellen Sonnenlicht.

6. Abnehmender Mond:

Die Mondaufgänge verspäten sich nun, sodass zuerst nur die späten Nachtstunden ohne Mond auskommen müssen. Herrscht eine klare Witterung, sehen wir ihn noch nach dem Sonnenaufgang am Himmel.

7. Abnehmender Halbmond / Letztes Viertel:

Der Mond geht etwa um Mitternacht auf und bleibt bis zum Mittag am Himmel. Er steht in etwa gleichweit von der Sonne entfernt, wie die Erde.

8. Abnehmende Mondsichel:

Wenn es nur noch einige Tage bis zum Neumond sind, geht der Mond erst in den frühen Morgenstunden auf, sodass die komplette Nacht mondlos bleibt.


Fazit: Sieht man den Mond nur nachts?

Der Mond ist auch am Tag sichtbar, weil er von der Sonne beschienen wird. Wann und in welcher Form wir ihn sehen können, hängt von der Position des Mondes zur Sonne und zur Erde ab. Innerhalb von 27,3 Tagen umkreist der Mond die Erde. Von uns aus gesehen steht er bei Neumond in Richtung Sonne, sodass wir seine Nachtseite zu Gesicht bekommen. Er geht also mit der Sonne auf und auch wieder unter, weshalb wir ihn am Tag nicht erblicken können. Bei zunehmender Mondsichel geht er nach der Sonne unter und in der Abenddämmerung wird die Mondsichel sichtbar. Von Mittags bis Mitternacht sieht man ihn lediglich bei zunehmendem Halbmond. Während der Vollmond die ganze Nacht über sichtbar ist, bleibt der abnehmende Mond mit mittags über dem Horizont. Die Frage“Sieht man den Mond nur nachts?“ kann also eindeutig mit Nein beantwortet werden. Je nach Mondphase ist er auch am Tag für uns sichtbar.

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