Warum fällt der Mond nicht runter?

Warum fällt der Mond nicht runter?

Häufig stellen sich astronomisch interessierte Menschen die Frage, wie es möglich ist, dass der Mond unseren Planeten zwar ständig begleitet, er aber trotzdem nicht auf die Erde fallen kann. Dieser Frage gehen wir in den folgenden Zeilen auf den Grund!


Kann der Mond nicht auf die Erde stürzen?

Bekanntlich besitzt unser Planet eine große Masse. Damit kann er alles anziehen, was auch Masse besitzt. Nun stellt sich natürlich die Frage, warum der Mond nicht auf die Erde stürzt, schließlich ist er doch auch der Gravitation unseres Planeten ausgesetzt. Wenn also jeder Kugelschreiber, jeder Fußball und auch so gar mancher Weltraumschrott unweigerlich von der Erdanziehungskraft angezogen wird, warum fällt dann der Mond nicht auch runter? Diese Frage lässt sich beantworten, wenn wir uns die Bewegungen des Mondes einmal genauer betrachten: Durch seine hohen Geschwindigkeiten umkreist der Mond unsere Erde bereits seit mehr als 4,4 Milliarden Jahren.


Die Bewegungen des Mondes halten den Trabanten am Himmel

Der Mond umkreist unsere Erde mit einer beachtlichen Geschwindigkeit von 3600 Kilometer in der Stunde. Nur durch dieses rasante Tempo ist es möglich, dass er trotz der Gravitation nicht auf die Erde knallt. Würde er hingegen still stehen, würde es auf unserem Planeten ganz schön krachen.

Wenn man die Schwerkraft mit einem Knopfdruck ausschalten könnte, würde der Mond aus seiner Umlaufbahn geworfen werden und geradlinig weiterfliegen – ähnlich wie die Kugel eines Hammerwerfers, die gerade losgelassen wird. Diese Eigenheit besitzt nämlich jeder bewegte Körper: Sobald keine bestimmte Kraft auf ihn wirkt, kann sich weder eine Bewegungsrichtung noch seine Geschwindigkeit ändern. weil Senkrecht zur Bahn des Erdtrabanten aber die Gravitation wirkt, zieht diese ihn mit aller Kraft in Richtung des Erdmittelpunktes. Unsere Erde zwingt also den Mond, seine fast kreisförmige Umlaufbahn einzuhalten.


Wie bewegt sich der Mond?

Im Grunde lässt sich behaupten, dass der Mond etwa 1,4 Millimeter pro Sekunde in Richtung Erde fällt. Allerdings bewegt er sich zur gleichen Zeit auch einen Kilometer geradeaus, sodass sich insgesamt eine Kreisbahn ergibt. Damit bleibt der Abstand des Mondes zur Erde immer gleich. Er stürzt förmlich um unseren Planeten herum – und zwar permanent. Das gleiche Prinzip herrscht auch bei einer Achterbahnfahrt: Weil die einzelnen Wagen sehr schnell sind und bleiben, wenn sie den höchsten Punkt eines Loopings erreichen, können sie nicht herunterfallen.


Warum fällt der Mond nicht runter, Satelliten aber schon?

Normalerweise sind die Satelliten im Erdorbit schnell genug, damit sie nicht abstürzen können. Es gibt jedoch viele, die nur wenige hundert Kilometer über der Erdoberfläche kreisen, wo es noch Atmosphäre gibt. Die dort befindlichen Luftteilchen bremsen die Satelliten teilweise durch Reibung so stark ab, dass sie immer tiefer sinken und irgendwann schließlich auf die Erde stürzen. Fliegen die Körper höher, können sie hingegen beliebig lange im Erdorbit weiterfliegen.

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