Warum gibt es auf dem Mond Krater?

 

Warum gibt es auf dem Mond Krater?

Anders als bei uns auf der Erde sieht es auf dem Mond nicht besonders einladend aus: Seine Oberfläche ist nicht nur staubtrocken, sondern es gibt auch keinerlei Vegetation. Außerdem befinden sich auf dem Boden des Mondes unzählige Krater, die teilweise den Eindruck erwecken, kilometertief zu sein. Aber warum gibt es überhaupt diese Krater und wie sind sie entstanden? Wir gehen diesen Fragen in den folgenden Zeilen ausführlich auf den Grund!

Definition: Was ist ein Mondkrater?

Als Mondkrater werden kreisförmige Einbuchtungen genannt, die sich am Boden des Mondes befinden und teils sogar von der Erde aus sichtbar sind. Die meist flachen Senken werden in den meisten Fällen von einem hochgelegenen, ringförmigen Wall eingeschlossen, bei dem es sich um den Rand des Kraters handelt.Fast alle Krater auf dem Mond sind durch Meteoriteneinschläge entstanden. Sie werden dementsprechend als Einschlagkrater bezeichnet. Es gibt allerdings auch einige wenige vulkanische Krater, die im Verhältnis jedoch eine eher geringe Größe aufweisen.

[h2]Wie sind die Krater auf dem Mond entstanden?[/h2] Die große Mehrheit der Mondkrater entstand bereits während der Entstehung des Sonnensystems. In der Phase, die „Großes Bombardement“ genannt wird, stürzten zahlreiche Planetenteile und weitere kleine Körper auf den Mond, der damals bereits entstanden war.

Stürzt ein Meteorit aus dem Weltall auf einen Planeten, erreicht er Geschwindigkeiten zwischen 10 und 70 Kilometer pro Sekunde. Dieser Wert entspricht dem 30- bis 200-fachen der Schallgeschwindigkeit. Kommt es zu einem Aufprall, kann der Meteorit bis zu 100 Meter tief ins Gestein eindringen, wobei der komplette Vorgang nicht länger als ein Wimpernschlag dauert. Dabei wandelt sich dessen gesamte kinetische Energie in Wärme um, was dazu führt, dass er letzten Endes explodiert und dabei die umliegenden Materialien kegelförmig weggesprengt. Ein Teil des weggesprengten Materials bildet außerdem den Wall, der den tiefen Krater umgibt.

Wie viele Krater gibt es auf dem Mond und wie sehen sie aus?

Auf der erdzugewandten Seite des Mondes gibt es rund 300.000 Krater, die einen Durchmesser von mehr als 1 Kilometer aufweisen. Die großen Gebilde mit einem Durchmesser zwischen 60 und 270 Kilometer werden als Ringgebirge oder Wallebenen bezeichnet. Sie besitzen meist einen glatten Boden, sodass man darin im streifenden Sonnenlicht oft sogar kleinere Krater erkennen kann. Diese gehen vermutlich auf spätere Einschläge zurück.

Die ersten Mondkrater entdeckten die Menschen erst mit Erfindung des Fernrohrs im Jahr 1610. Die größten Gebilde nehmen 6 bis 8 Prozent der „Mondscheibe“ ein (Monddurchmesser 3478 km). Besonders gut kann man sie von der Erde aus sehen, wenn die Schattengrenze (Terminator) zweimal im Monat in der Nähe liegt, sodass der Wall des Kraters einen langen Schatten wirft. Da der Boden von vielen kleinen Kratern dann zum Großteil im Schatten liegen, hat man deren Tiefe lange Zeit vollkommen überschätzt.

Die größten Krater, die uns bislang bekannt sind, haben mittlerweile sogar Namen. So gibt es unter anderem Archimedes, der einen Durchmesser von 80 Kilometer besitzt, Grimaldi mit einem Durchmesser von 200 Kilometern. Der mit Abstand größte Mondkrater ist jedoch der Hertzsprung, der im Durchmesser stolze 536 Kilometer misst. Mit 2240 Kilometer Durchmesser ist das Südpol-Aitken-Becken zudem das größte Einschlagbecken auf dem Mond. Es nimmt einen beachtlichen Teil von dessen Durchmesser ein.

Warum gibt es auf dem Mond Krater mit konzentrischem Doppelwall?

Einige seltenen Kraterformen sind mit einem kreisrunden Doppelwall umgeben, sodass es aussieht, als ob in dem größeren Krater zentrisch ein kleinerer läge. Woher diese Formen genau stammen, ist bislang noch nicht abschließend geklärt. Eine bekannte Theorie geht davon aus, dass es normale Krater sind, bei denen mehrere Bruchzonen entstanden sind. Durch die Bruchzonen konnte Lava austreten und hat dabei die Bruchsteine mit angehoben.

Auch auf der Erde gibt es Einschlagskrater

Bei uns auf der Erde gibt es ebenfalls hunderte von Einschlagskratern, die einen Durchmesser von mehr als 5 Kilometer ausweisen. Der größte verifizierte Krater auf der Erde ist der Vredefort-Krater in Südafrika mit einer Länge von 320 Kilometern und einer Breite von 180 Kilometern. Angaben zufolge ist er vor mehr als 2 bis 3,4 Milliarden Jahren entstanden. Das Sudbury-Becken in Kanada ist ein weiteres großes Gebilde, das einen Durchmesser von 200 bis 250 km hat und rund 1,85 Milliarden Jahre alt sein soll.

Fazit: Mondkrater sind Einschlagskrater

Die großen Krater auf dem Mond, die man auch von der Erde aus sehen kann. Sie sind das Ergebnis des großen Bombardements durch Asteroiden, was vor etwa 4,2 bis 3,7 Milliarden Jahren stattfand. Da der Mond damals bereits entstanden war, wurde er von zahlreichen Meteoriten getroffen, die beim Aufprall tiefe Löcher im Boden hinterließen. Alleine auf der erdzugewandten Seite des Mondes befinden sich über 300.000 kraterartige Gebilde, sodass davon auszugehen ist, dass der Mond einst das ideale Angriffsziel für Meteoriteneinschläge aller Art darstellte. Auch unser Planet ist natürlich nicht vor solchen Ereignissen sicher, denn auch auf der Erde gibt es bereits Hunderte von Einschlagskratern, die allesamt einen Durchmesser von mehr als 5 Kilometer aufweisen.
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